Kurzantwort - Warum halten neue Vorsätze und Gewohnheiten nicht? Meist nicht wegen fehlender Disziplin, sondern weil keine Kapazität frei ist. Jeder unabgeschlossene Vorgang zieht dauerhaft Energie: eine Unterhaltung, die nie beendet wurde, eine aufgeschobene Aufgabe wie die Steuererklärung, eine Entscheidung, die man nicht trifft. Dazu kommen emotionale Muster, die seit der Kindheit mitlaufen - etwa übermäßig heftige Reaktionen auf Auslöser. Solange diese offenen Vorgänge Energie binden, ist für Neues kein Platz, so wie in einem bis zum Rand gefüllten Fass. Die hilfreiche Frage lautet deshalb nicht, was man sich zusätzlich vornimmt, sondern: Wenn ich etwas Neues beginne, was schließe ich dafür ab? Erschwerend wirkt Widerstand: Je unangenehmer ein Thema durch Prägung besetzt ist, desto mehr Anfangsenergie braucht es, um überhaupt zu beginnen - und weitere Energie, um durchzuhalten, bis Routine entsteht. Reines Verstehen reicht dabei nicht aus, weil solche Muster nicht nur Gedanken sind, sondern auch als Spannung, Atemmuster und Reflex im Körper sitzen. Deshalb ist körperorientierte, somatische Arbeit hier wirksam. Welche Bereiche besonders viel Energie binden, lässt sich meist ohne langes Nachdenken benennen.
Über volle Fässer, hängende Plattenspieler und die Frage, welchen Loop du schließt, bevor du einen neuen öffnest.
Das Jahr neigt sich jetzt langsam dem Ende zu, und man sieht das in der Stimmung der Leute und in der Natur. Die Blätter werden braun und fallen runter, und ein weiterer Sommerzyklus kommt zum Abschluss.
Und sehr oft, wenn es darum geht, dass wir etwas ändern wollen in unserem Leben, haben wir die Tendenz, uns neue To-do-Listen zu machen. Oder wir wollen neue Gewohnheiten etablieren, all diese Dinge. Wir wollen also Neues hinzufügen. Die Klassiker sind die Neujahrsvorsätze, aber man sieht das überall.
Ich habe bei mir allerdings beobachtet, dass ich diese neuen Dinge selten durchgezogen habe. Und zwar nicht, weil ich mich selber als undiszipliniert sehe, sondern eher, weil ich gemerkt habe, dass da überhaupt kein Platz dafür da ist.
Das Fass ist schon voll
Es ist wie ein Wasserfass, das schon bis zum Rand voll ist, und dann willst du noch mehr reinschütten. Aber anstatt dass es drin bleibt, schwappt es halt links und rechts über. Und es kann nicht noch mehr rein, weil das Ding schon voll ist.
Deswegen habe ich für mich gemerkt: Immer wenn ich an diesen Punkt komme, dass ich etwas reinschütten will, es aber keinen Bestand hat, dann stelle ich mir eine zentrale Frage. Eine Frage, die mir persönlich sehr, sehr geholfen hat - und seitdem passieren Veränderungen in meinem Leben auch schneller.
Wenn ich einen neuen Loop öffnen möchte: Welchen schließe ich dafür? Was habe ich noch nicht abgeschlossen?
Jeder Loop ist ein Energiezieher
Denn das ist der Punkt. Wir sind so gut darin, uns immer neue Aufgaben zu geben. Aber wenn wir keine Kapazität haben, wenn unser Fass schon voll ist, dann können wir diese neuen Dinge gar nicht implementieren, egal wie gut wir sie uns vornehmen.
Und ich sehe das bei so, so vielen Menschen, die so viele Loops haben. Diese Loops sind nichts anderes als Energiezieher. Jeder Loop, jedes Ding, jeder Kreislauf, der noch offen ist, verbraucht Energie von uns. Und jeder von uns hat nun mal sein Pensum an Energie - wenn das bereits alles verpachtet ist, dann können wir nicht noch mehr zur Verfügung stellen.
Deshalb ist die Frage, die ich mir immer stelle: Was darf als Erstes abgeschlossen werden? Wie kann ich Energie wieder freisetzen? Und ich rede hier nicht von körperlicher Energie, nicht von der Energie, die ich brauche, um Sport zu machen - auch das benötigt Energie, ja. Aber hier geht es vor allem um den energetischen und den emotionalen Aspekt.
Das ist übrigens derselbe Mechanismus, mit dem Serien dich bei der nächsten Folge halten. Ein Cliffhanger funktioniert, weil dein Kopf Unabgeschlossenes nicht loslassen kann. Nur dass in deinem Leben keine Serie läuft, sondern dreißig Cliffhanger gleichzeitig.
Was ein offener Loop sein kann
Offene Loops können nämlich alles Mögliche sein. Das können Unterhaltungen aus der Vergangenheit sein, die nie abgeschlossen wurden, und die können bereits Jahre zurückliegen. Vielleicht hattest du mal einen Streit. Vielleicht hattest du mal etwas, was dich Nerven gekostet hat in einer Unterhaltung, und du hast es niemals zu Wort gebracht, hast es niemals beendet.
Es kann auch eine Sache sein, die du schon lange vor dir herschiebst, die Steuererklärung zum Beispiel. Oder etwas, von dem du schon längst wusstest, dass du es hättest tun müssen, es aber einfach noch nicht übers Herz gebracht hast - wie zum Beispiel eine Beziehung zu beenden. Oder andersherum auch mal zu sagen: Hey, das Ding eiert jetzt schon so lange rum, jetzt nehme ich es wirklich richtig in Angriff.
Denn das ist das nächste Ding: all diese halben Sachen. Das ist es, was uns vor allem die Energie raubt. Und du wirst merken, dass wenn du anfängst, diese Loops für dich zu schließen, auf einmal wieder mehr freie Energie zur Verfügung steht. Diese freie Energie brauchen wir nun mal, um neue Dinge in unser Leben einzuladen und sie auch zu halten.
Warum gute Vorsätze einknicken
Ich sehe es so oft bei Menschen, die zum Beispiel eine Unterhaltung mit ihrer Partnerin hatten. Die nehmen sich dann alles Mögliche vor, schaffen es dann aber nicht - und sie meinen das auch gut. So: Ja, jetzt nehmen wir die Date Night ernst. Oder: Ja, jetzt räumen wir unsere Tassen in Zukunft immer gleich in die Spülmaschine. Was auch immer es sein mag.
Aber sie schaffen es nicht, es umzusetzen. Warum? Weil es etwas ist, was rein im Kopf geschlossen wurde, aber die Energie, die dafür gebraucht würde, steht überhaupt nicht zur Verfügung. Und deshalb knickt dieses Paar dann wieder ein.
Dazu brauche ich aber keinen Partner, sondern das beobachte ich bei mir auch. Ich nehme mir eine Sache vor, halte sie vielleicht genau 24 Stunden durch, und dann knicke ich wieder ein und merke: Ups, okay. Ich habe aktuell keine freie Energie, die zur Verfügung steht.
Ich glaube, du kannst es am besten nachvollziehen, wenn du überlegst, was du in der Arbeit alles zu tun hast. Da merkst du, das sind ganz viele Aufgaben, große und kleine. Manche brauchen vielleicht nur ein, zwei Minuten, aber sie sind trotzdem da - es sind super viele offene Loops. Und es fühlt sich stressig für dein System an, es produziert Stress zu wissen, dass du so viele Dinge noch zu tun hast. Wenn du anfängst, sie zu schließen, fühlt es sich Stück für Stück entspannter an, weil dadurch nicht nur die Energie wieder frei zur Verfügung steht, sondern auch Stress aus unserem Körper entlassen wird.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was ist, wenn ich zu viele offene Loops habe, die sich immer wieder wiederholen. Zum Beispiel nimmst du dir vor, gesünder zu kochen, weil du deinem Körper etwas Gutes tun willst. Aber du hast einfach keine Zeit, du bist erst im Arbeiten, dann schreien vielleicht noch die Kinder rum, und am Ende hast du so wenig Energie, dass du dir denkst: Okay, da gibt es halt doch die Tiefkühlpizza.
Dann liegt es in deiner Verantwortung zu schauen, welchen Loop du schließen kannst, damit du entweder mehr Energie am Abend hast - oder damit du die Energie am Abend gar nicht mehr brauchst, zum Beispiel mit Vorkochen. Es gibt immer eine Lösung. Und diese Frage, welche Loops zuerst geschlossen werden dürfen, ist tatsächlich etwas, was in meiner Arbeit immer wieder passiert.
Emotionale Loops und der springende Punkt
Denn so oft läuft unser ganzes Leben in unbeendeten Schleifen ab, in unvollständigen emotionalen Loops. Die hängen wie ein Plattenspieler, der hängt, in unserem Körper fest und rauben uns unser ganzes Leben Energie, ohne dass wir es merken.
Wenn du der Typ Mensch bist, der zum Beispiel immer cholerisch aus der Haut fährt, sobald er nur getriggert wird, dann ist das ein klarer Hinweis darauf, dass es da einen emotionalen Loop gab. Vielleicht früher in deiner Kindheit, vielleicht hast du das von deinen Eltern übernommen. Du weißt, dass du das nicht möchtest, und du weißt, wenn du in einem kühlen Moment darüber nachdenkst, dass dieses Verhalten vermutlich zu viel ist. Aber es geht einfach nicht anders.
Und das ist der absolut springende Punkt bei der ganzen Sache: Es belastet nicht nur unseren Kopf, es belastet unseren Körper.
Das ist einer der Gründe, warum Verstehen allein so wenig verändert. Du kannst ein Muster vollständig durchschaut haben und es trotzdem jedes Mal wieder machen, weil es nicht nur ein Gedanke ist, sondern auch eine Spannung, ein Atemmuster, ein Reflex. Wenn wir unseren Körper bei der Sache außer Acht lassen, dann sprechen wir vielleicht über unsere Probleme und verstehen grob die Konzepte - doch die Loops leben in unserem Körper weiter, und egal wie wir die Wörter drehen und wenden, sie bestehen weiter.
Was ist also die Lösung? Die Lösung ist, diese emotionalen Loops auch in unserem Körper zu schließen, die wir gewollt oder ungewollt bei uns verweilen lassen. Und deshalb ist somatische Arbeit so ein wahnsinniges Gold und so ein wirksames Tool. Denn nur so kommen wir an diese Loops ran.
Warum manche Themen mehr Energie brauchen als andere
Ein wichtiger Punkt, den ich auch noch machen will, ist, dass unser Kopf immer eine Prioritätenliste macht, solange wir weit in unserem Kopf bleiben. Aufgrund davon, wie wir aufgewachsen sind und was wir vielleicht über diese Welt glauben, sind wir dazu geneigt, gewissen Dingen von Haus aus mehr Priorität zu geben als anderen.
Wenn du in einer Familie von Investoren und Unternehmern aufgewachsen bist, dann wird es in deiner natürlichen Tendenz liegen, alle To-dos zum Thema Geld mit höherer Priorität zu behandeln. Wenn in deiner Familie nie darüber gesprochen wurde, dann rutscht diese Priorität weiter nach unten, obwohl es ein wichtiger Punkt ist - einfach, weil es für dich nicht gewohnt ist und von Haus aus unangenehm.
Das heißt: Je mehr Widerstand von vornherein in einer Sache in unserem System herrscht, desto mehr Initialenergie brauchen wir, um das Thema überhaupt anzugehen. Plus mehr Energie, um es weiterhin zu halten und zu bearbeiten, bis sich dieser Widerstand in Routine verwandelt hat.
Mein blinder Fleck
Ich kann dir da sehr gerne ein Beispiel von mir geben. Bei mir wurde zu Hause so gut wie nicht über Geld gesprochen, ich kann mich nicht daran erinnern, jemals einen Investmenttipp bekommen zu haben. Wir waren nicht arm oder so, aber ich habe dadurch in mir dieses Mindset und diesen Widerstand entwickelt, dass Finanzen ein Tabuthema sind und dass man nicht über Geld spricht.
Und ich habe dann auch nicht mit mir selber über Geld gesprochen. Ich hatte entweder Geld oder ich hatte keines, ich konnte mir etwas leisten oder ich konnte es mir nicht leisten. Dinge wie Sparen, Investieren oder mir einen Plan zu erstellen, wie ich mir vielleicht in Zukunft etwas leisten könnte, das war einfach überhaupt nicht in meiner Toolbox.
Immer wenn es um das Thema Geld ging, wenn ich jemandem Geld schuldete oder wenn ich um Geld gefragt habe, hat es mir die Kehle zugeschnürt und ich konnte schwerer atmen.
Ich habe das Thema dann lange Zeit komplett ignoriert, so gut es ging. Ich hatte irgendwie einen Job, der hat irgendwie Geld gebracht, das hat irgendwie für die Miete gereicht und für diverse andere Ausgaben, und das war's dann aber auch. Dinge wie Vermögen vermehren, Anlagen, Investments - damit habe ich mich nie beschäftigt. Das war mir so unangenehm, darüber zu sprechen und überhaupt zu fragen, und ich hatte eine Menge Scham darüber in meinem System.
Und je älter ich wurde, desto öfter habe ich mir vorgenommen: Ich werde mich jetzt mit Finanzen beschäftigen. Ich werde lernen, wie ich investiere. Ich werde lernen, wie ich mein Geld intelligenter anwende. Und ich schwöre, ich habe es immer mit ernsthafter Intention gemeint.
Das Problem an der Sache war, dass ich nicht genügend innere Energie zur Verfügung hatte, die es gebraucht hätte, um ein so derartig mit Widerstand behaftetes Thema anzugehen. Ich konnte diese Kraft einfach nicht mobilisieren, die ich für diesen ernsthaften initialen Ruck gebraucht hätte, und deswegen habe ich es dann auch wieder in den Wind geschossen. Nur der Gedanke daran hat mich innerlich so stark wie betäubt, dass es überhaupt nicht möglich war, mich damit zu beschäftigen. Das ist keine Ausrede, das ist einfach nur ein Fakt.
Gleichzeitig ist die Scham mit jedem Mal größer geworden, wo ich es nicht geschafft habe. Es sind Glaubenssätze dazugekommen wie: Mein Gott, vielleicht bin ich einfach zu blöd dafür. Ich kann nicht mit Geld umgehen. Und so weiter und so fort. Das hat natürlich nicht geholfen.
Der Grund, warum ich dir das erzähle, ist, dass ich anhand dieses Beispiels sehr stark begriffen habe, was für ein Ausmaß es hat, wenn ich Loops nicht schließe und wenn ich Energie nicht für mich mobilisiere.
Und deiner?
Wenn du mal für dich einen Moment innehältst und darüber nachdenkst, dann gibt es mit Sicherheit bei dir auch ein Thema. Ich glaube, du musst da gar nicht groß darüber nachdenken - dann findest du sicher bei dir auch den einen oder die mehreren Lebensbereiche, die mehr Energie verlangen als andere, um sie wirklich ernsthaft anzugehen.
Bei mir war es das Thema Finanzen. Bei anderen mag es sein, diese Energie in ihre Beziehung zu stecken und umzuleiten, statt noch mehr davon in ihr Business zu investieren. Vielleicht ist es, dass du schon immer mal optisch etwas an dir verändern wolltest, deinen Körper wieder in Form bringen wolltest, und es aber nie übers Herz gebracht hast, ins Gym zu gehen. Vielleicht war es auch, dich wirklich ernsthaft mit deinen Emotionen zu beschäftigen und anzufangen, emotionale Intelligenz zu entwickeln.
Das ist ein scary Thema, das kann ich absolut verstehen. Und wenn es dir da die Luft abschneidet oder du das Gefühl hast, in komplette Ohnmacht zu fallen, dann kann ich dich nur dazu ermutigen, erst recht hinzuschauen. Denn was auch immer es sein mag: Ich kann dir versprechen, jeder Mensch hat diesen blinden Fleck. Wirklich jeder Mensch.
Zwei Wege
Was passiert also, wenn ich Loops schließe? Sehr oft ist es so, dass wenn wir ein Thema lange genug ignorieren, zwei Dinge passieren können.
Entweder das Leben konfrontiert uns irgendwann so dermaßen hart damit, dass wir keine andere Möglichkeit haben, als uns radikal damit zu beschäftigen. Eine Beziehung geht zu Ende, du gehst pleite, du entwickelst eine starke Krankheit, was auch immer es ist. Oder du fängst an, wirklich selber die Zügel in die Hand zu nehmen, weil es in deinem Leben einen veränderten Lebenszustand gibt, der dieses Ziel attraktiver gemacht hat.
Das war zum Beispiel bei mir der Fall. Ich habe für mich gemerkt, dass ich mit meinem Lebensstil einfach mehr Geld zur Verfügung haben möchte, um zum Beispiel nicht immer in den günstigsten, billigsten Schrottbuden und Unterkünften zu leben. Ich reise viel herum, und das ist vielleicht nicht immer der günstigste Lebensstil, deswegen habe ich für mich beschlossen: Ich möchte nicht jeden Cent umdrehen müssen.
Das war also eine Hin-zu-Motivation. Und trotzdem ist bei mir dieser Widerstand geblieben, und ich durfte mich ernsthaft hinsetzen und schauen, welche Loops geschlossen werden müssen, um die Energie dafür freizusetzen. Und das Spannende ist, dass das oft Loops sind, die wir als Erstes vielleicht gar nicht auf dem Schirm haben.
Loop #1: Einsamkeit
Ein Loop, den ich geschlossen habe, war, dass ich mich mit dem Finanziellen komplett allein gefühlt habe. Ich hatte also den emotionalen Loop von Einsamkeit in mir drin, wenn es darum ging, mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Ich hatte niemanden in meinem Umfeld, bei dem ich das Gefühl hatte, ich könnte einfach mal hingehen und Fragen stellen.
Und dieses oh mein Gott, ich bin komplett allein damit und ich werde mit Sicherheit Fehler machen hat mich so dermaßen disabled, dass es für mich fast unmöglich war, die Energie allein aufzubringen.
Was habe ich also gemacht? Und das ist der Punkt: Diesen Loop zu schließen ist manchmal auch nicht nur eine Aktion. Ich habe angefangen, mich mit Menschen zu umgeben, bei denen ich gesehen habe, dass sie eine bessere Beziehung zu Geld haben - und bei denen ich gemerkt habe, dass sie mir gegenüber wohlgesonnen sind und es nicht nur auf mein Geld abgesehen haben.
Ich habe angefangen, mich mit diesen Menschen über Geld zu unterhalten. Ich habe Menschen kennengelernt, die bereits finanziell unabhängig sind, Menschen, die in den teuersten Städten der Welt leben, wie zum Beispiel Singapur, Menschen, die schon ganz andere Summen verwaltet haben. Ich bin nicht zu einer Bank gegangen, und schon gar nicht zu einem Investmentberater.
Aber ich habe gemerkt, dass diese Menschen so einfach über Geld sprechen können, wie ich über emotionale Intelligenz oder über das Reisen spreche. Nicht jeder Mensch kann das so wie ich, und ich weiß, dass jeder Mensch, der mit mir über meine Themen spricht, mit Sicherheit in irgendeiner Form bereichert werden kann. Und das ist es bei diesen Menschen eben auch gewesen. Das hat mir sehr geholfen - mich mit Menschen zu umgeben, die mir, ich sag jetzt einfach mal, den Beistand gegeben haben.
Loop #2: Ganz oder gar nicht
Der zweite Loop war dieser Druck von diesem Ganz-oder-gar-nicht-Prinzip. Also: Entweder ich mache es von vornherein richtig, oder ich mache es halt gar nicht. Und das ist etwas, was wir aus der Schule sehr oft mitbekommen haben, nach dem Motto: Du hast nur einen Versuch, und wenn du es verkackst, dann fliegst du durch.
Und als ich dann jemanden gefunden habe, der sehr, sehr entspannt und ruhig darüber gesprochen hat und mir einfach mit seiner Art und Weise gezeigt hat, dass das kein großer menschenfressender Dämon ist, sondern eigentlich eine recht einfache Sache, die man sich Schritt für Schritt beibringen kann - da hat dieser Teufel an Macht verloren. Und auch diesen Loop konnte ich langsam schließen.
Es gab natürlich noch viele weitere, und es geht mir hier auch nicht um meine Finanzjourney. Der Punkt ist, dass ich Stück für Stück immer mehr Energie freisetzen und mobilisieren konnte, um mich dann diesem blinden Fleck zu stellen.
Die Skala, für die es keine App gibt
Dieses Maß an Energie, das mir freisteht, habe ich allerdings nicht auf einer App auf meinem Handy, die mir zeigt: Okay, heute hast du so und so viel Energie zur Verfügung. Das ist ein Parameter, den ich in meinem Körper spüre. Eine Skala, die es in der Logik nicht zu messen gibt, sondern die wir durch unseren Körper lernen, verstehen und begreifen und jederzeit fühlen können.
Es gibt Tage, da packe ich weniger. Es gibt Tage, da packe ich mehr. Und ich brauche mich gar nicht groß damit zu beschäftigen.
Das ist das Spannende an dieser Arbeit: Wenn wir anfangen, mit unserem Körper zu arbeiten statt dagegen, dann lernen wir nicht nur, in welcher körperlichen Verfassung wir sind, sondern auch in welcher energetischen und emotionalen. Wir lernen auch, diese Verfassung zu modifizieren, und die Hinweise zu achten und zu ehren, die uns unser Körper sendet, egal in welcher Situation. Manchmal fühlen wir uns mehr dazu in der Lage, eine emotionale Unterhaltung zu führen, als an einem anderen Tag. In meinem Fall: Manchmal fühle ich mich mehr dazu in der Lage, über das Thema Geld zu sprechen, als an anderen.
Meine Beziehung zu Geld ist inzwischen so, so, so viel besser geworden. Ich meine, ich schreibe hier gerade öffentlich darüber - das zeigt allein schon, dass da so viel gegangen ist. Das wäre früher niemals möglich gewesen, denn ich habe mich zum Grund und Boden geschämt, dass ich das niemals gelernt habe. Obwohl das rein logisch betrachtet ja nichts ist, wofür man sich schämen müsste.
Und das alles ist nur möglich gewesen, indem ich angefangen habe, Loops zu schließen. Um Initialenergie freizusetzen, dieses okay, jetzt habe ich Zeit und Energie, um mich damit zu beschäftigen - plus Loops zu schließen, um das Thema auch weiter halten zu können. Ich bin noch lange nicht da, wo ich sein möchte. Aber es ist so viel mehr gegangen in kürzester Zeit.
Also schau gerne mal bei dir: Welche Loops sind bei dir offen? Welche zehren vielleicht noch Energie, ohne dass du es merkst? Und was darf geschlossen werden, um diese Energie für etwas Dienlicheres zu benutzen?
Und wenn du lernen willst, mit deinem Körper zu arbeiten statt gegen ihn, dann melde dich sehr gerne bei mir. Genau da setzt meine Arbeit an, bei deinem Seelenplan und der Beziehung zu deinem Körper. Damit auch du Meisterin deiner eigenen Natur wirst.
xx Alexandra 🌹
