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5 wertvolle Wegweiser, die dir DEINEN Weg aufzeigen

Eine Kompassnadel auf einer alten Landkarte, daneben ein aufgeschlagenes handschriftliches Notizbuch - Sinnbild fuer die Suche nach dem eigenen Weg zwischen alten Aufzeichnungen und innerer Ausrichtung.

Kurzantwort - Woher weiss ich, was mein Weg ist? Es gibt keine einzelne Antwort, aber fuenf verlaessliche Hinweise. Erstens: alte Tagebuch- und Notizeintraege durchgehen und nach dem roten Faden suchen, der ueber Jahre in verschiedenen Facetten wiederkehrt. Zweitens die Frage, was einen beschaeftigt, wenn einen nichts beschaeftigt - wohin die Gedanken im Leerlauf wandern, kostet am wenigsten Energie und zeigt die natuerlichen Interessen. Drittens die Erlaubnis, dass der eigene Weg vielschichtig sein darf und nicht wie eine Schulpruefung nur eine richtige Antwort hat. Viertens das Ikigai-Modell als Sortierwerkzeug: was man liebt, gut kann, was gebraucht wird und wofuer man bezahlt werden kann - wobei das Vier-Kreise-Diagramm eine westliche Erfindung ist und nicht das urspruengliche japanische Konzept. Fuenftens der Seelenplan oder Soul Blueprint, also die Anlagen, die schon vor der ersten Lebenserfahrung da waren und sich astrologisch auslesen lassen. Entscheidend fuer das Dranbleiben ist der Koerper: Erkenntnisse, die nur im Kopf bleiben, halten nicht - der Koerper wirkt wie eine Kompassnadel und meldet ueber Signale und Symptome, ob man noch auf dem eigenen Weg ist.

Woher weiß ich, was wirklich mein Weg ist?

Diese Frage höre ich gerade so oft, dass es sich anfühlt, als würde sie sich das ganze Kollektiv gleichzeitig stellen. Und es gibt keine einfache Antwort darauf.

Wobei… das stimmt nicht ganz. Die Antwort ist eigentlich sehr simpel. Sie ist nur nicht einfach.

Es gibt nämlich nicht die eine Antwort, die dir jemand geben könnte. Aber es gibt Hinweise!

Ich behaupte nicht, dass ich das Rezept für solch eine delikate Angelegenheit besitze, doch in den letzten Jahren hat sich bei mir meine ganz persönliche Liste herausgeschält, durch die Arbeit mit sehr vielen Klientinnen und ganz besonders auf meinem eigenen Weg.

Diese Top 5 haben mir selbst am meisten geholfen und sind die Helfer, auf die ich mich auch heute noch regelmäßig zurückbesinne, wenn ich das Gefühl habe, im Nebel zu tappen.

Vorher aber noch eine Sache: Ich war in der Schule nie eine Musterschülerin. Aber ich wollte unbedingt eine Musterschülerin des Lebens sein. Ich wollte es von Anfang an richtig hinkriegen und auf keinen Fall falsch liegen. Wie gut das allerdings funktioniert hat, kommt bei Wegweiser Nummer drei.

Und weil das Finden allein nicht reicht, kommt am Ende noch etwas dazu. Denn die eigentliche Kunst ist nicht, deinen Weg zu erkennen. Die eigentliche Kunst ist, auf ihm zu bleiben.

#1: Durchforste deine alten Notizen

Wenn du schon länger in der Persönlichkeitsentwicklung unterwegs bist, bist du garantiert übers Journaling gestolpert. Also Tagebuch schreiben, aber nicht, um zu dokumentieren, was du mittags gegessen hast, sondern um dich mit den tieferen Fragen des Lebens zu beschäftigen und dir dazu Notizen zu machen.

Ich habe das zwar nie regelmäßig gemacht und ganz am Anfang dachte ich mir immer: Was soll das denn bringen, ich lese das doch sowieso nie wieder.

Und ja, das stimmt größtenteils auch.

Genau darin liegt aber der Nutzen, den ich damals nicht gesehen habe. Denn wenn du auf deinem Weg gerade komplett lost bist, kannst du zurückblättern. Und dann siehst du etwas, das du im Alltag nie sehen würdest.

Bei mir tauchten über die Jahre immer wieder dieselben Dinge auf, nur in anderen Facetten:

  • Natur
  • Reisen und andere Kulturen kennenlernen
  • Kreativer Ausdruck
  • Tiere
  • Der Körper und die Körperintelligenz

Ich habe beim Blättern gar nicht nach Antworten gesucht. Ich habe nach dem roten Faden gesucht. Fifty Shades of Red, wenn man so will.

Und das Schöne daran ist: Selbst wenn ich mich in dem Moment gerade selbst blockiert habe, konnte ich schwarz auf weiß sehen, dass da über Jahre hinweg immer wieder derselbe ungefähre Pfad vor mir lag. Das lässt sich schlecht wegdiskutieren, wenn es in deiner eigenen Handschrift dasteht.

#2: Was beschäftigt dich, wenn dich nichts beschäftigt?

Ich habe vor langer Zeit einmal einen Podcast gehört (leider komme ich nicht mehr auf den Namen) und der Gast hat eine Frage gestellt, die bei mir hängen geblieben ist. Sie ist so simpel, dass sie genial ist.

Was beschäftigt dich, wenn dich nichts beschäftigt?

Also: Was läuft in deinem Kopf, wenn du gerade über gar nichts aktiv nachdenkst?

Das ist selten geworden. In unserer getriebenen Welt läuft unser Hirn so gut wie nie im Leerlauf.

Aber setz dich mal hin, lass den Blick in die Weite schweifen und beobachte einfach, was von allein auftaucht.

  • Vielleicht kreisen deine Gedanken automatisch um Gesundheit. Um Longevity, darum, wie du deinem Körper noch mehr Spielraum verschaffst.
  • Vielleicht denkst du automatisch in Systemen. Wie du dir dein Leben vereinfachst, wo sich etwas automatisieren ließe.
  • Vielleicht geht es bei dir immer um Gefühlswelten. Um Beziehungen, um deine Familie, um deinen Partner.

Bei mir war es schon immer Kommunikation. Zwischen Menschen. Zwischen Menschen und Tieren… dass da überhaupt eine Brücke möglich ist, hat mich immer fasziniert. Und die Kommunikation des Menschen mit sich selbst: mit der eigenen Psyche, dem eigenen Körper, dem eigenen Nervensystem.

Das sind die Dinge, über die ich ganz automatisch nachdenke, wenn ich sonst nichts zu tun habe.

Und deswegen ist diese Frage so aufschlussreich: Wohin deine Gedanken von allein wandern, kostet dich weniger Energie als alles andere. Da ist weniger Widerstand. Das ist kein Beweis, dass es dein Weg ist, aber es ist ein verdammt guter Anlaufpunkt.

#3: Erlaube dir, dass dein Weg vielschichtig ist

Der dritte Wegweiser ist weniger eine Methode als eine Erlaubnis. Und die hat mir persönlich am meisten Druck genommen.

Wir werden regelrecht darauf gepeitscht, dass wir uns immer für eine Sache entscheiden müssen. Dass es nur eine richtige Antwort gibt.

Wie in der Schule, oder? Da war eine Antwort richtig oder falsch, und dazwischen gab es nichts. Das hat uns dieses Schwarz-Weiß-Denken ziemlich gründlich eingeprügelt. Immerhin gründlich.

Nur funktioniert das Leben so nicht. Es gibt mehrere richtige Antworten. Dein Weg ist mit ziemlicher Sicherheit keine gerade Linie, sondern hat Abzweigungen, Varianten und Schleifen.

Erlaube dir, dass dein Weg sich verändern darf. Dass er in keine Box passen muss und in kein Notensystem. Nicht in die kleinkarierte, banale Welt eines veralteten Schulsystems.

Und damit zurück zu meiner Musterschülerin des Lebens.

Ich hatte diesen perfektionistischen Anspruch, dass ich mit allem richtig liegen muss. Von Anfang an, sofort, ohne Umwege. Das hat mir das Leben zur Hölle gemacht. So viel Stress, so viel Druck — und vor allem hat es mir den Spaß daran genommen, überhaupt herauszufinden, was mein Weg ist.

Irgendwann hatte ich schlicht keinen Bock mehr darauf. Und wenn ich keinen Bock habe, meinen Weg zu finden, dann finde ich ihn auch nicht.

Der schöne Nebeneffekt dieser Erlaubnis ist nämlich, dass deine Neugier wieder aufwacht. Dein Erkundungsgeist kommt zurück. Und plötzlich hast du Kapazität für die Überraschungen, von denen du heute noch gar nicht weißt, wie sie aussehen.

#4: Finde dein Ikigai

Der vierte Wegweiser kommt aus meinem absoluten Lieblingsland, aus Japan. Die Philosophie des Ikigai. Für unseren Zweck heißt das: der Grund, jeden Tag aufzustehen. Denn wenn du lange leben willst, brauchst du auch einen guten Grund, morgens aus dem Bett zu kommen.

Eine Sache muss ich dazusagen, sonst wäre es unsauber: Das Modell mit den vier Kreisen, das du überall siehst, ist keine japanische Erfindung. Es ist im Westen entstanden, als jemand ein Diagramm über Lebenssinn mit dem japanischen Begriff zusammengelegt hat. Das ursprüngliche Ikigai hat mit Bezahlung nichts zu tun — das kann auch einfach der Morgenkaffee sein.

Ich nehme das Modell trotzdem, weil es zum Sortieren richtig gut funktioniert. Vier Flächen, die sich überlagern:

  • Was du liebst
  • Was du gut kannst
  • Was die Welt braucht
  • Wofür du bezahlt werden kannst

In der Überschneidung liegt dein Ikigai. Im Grunde ist das eine Ressourcensammlung: Schreib auf, was dich begeistert, was du kannst, was dir Freude macht und was du in der Welt beobachtest, das bezahlt wird.

Und jetzt kommt der Punkt, um den es mir dabei eigentlich geht.

Sehr viele Menschen leben gespalten. Entweder sie leben oder sie arbeiten. Arbeit ist eine nervige Last, ein Übel, das man auf sich nimmt, weil man nun mal das Geld braucht.

Wir haben nur dieses eine Leben. Wir können uns überhaupt nicht erlauben, jeden Tag acht Stunden lang keine Lust auf dieses Leben zu haben.

Wenn du kurz darüber nachdenkst, ist es doch Irrsinn, Arbeit wie eine Strafe zu behandeln. Die interessantere Frage ist: Wie könnte sich Arbeit genauso lebenswert anfühlen wie nicht zu arbeiten? Und wenn du da hinkommst, fällt dieser strenge Begriff Arbeit sowieso weg. Dann ist es einfach ein weiterer Aspekt deines Lebens.

Wenn dich dieses Hin und Her zwischen Machen und Genießen kennst, habe ich dazu übrigens einen ganzen Beitrag geschrieben: warum Ruhe dich genauso krank macht wie harter Hustle.

Das ist die Grundlage dafür, dein Leben zu jeder Sekunde zu mögen. Nicht nur von Freitagnachmittag bis Montagfrüh.

#5: Kenn dein Fundament

Der fünfte Wegweiser liegt unter den anderen vier. Er ist nicht die Krönung, er ist der Ausgangspunkt.

Dein Seelenplan, dein Soul Blueprint: deine Gaben, deine Talente, deine Neigungen. Alles, was dir mitgegeben wurde, lange bevor du deine erste Erfahrung auf dieser Welt gemacht hast.

Das sind die Urkräfte, von denen ich schon öfter geschrieben habe. Die auf alles wirken, was hier ist, die die Natur beeinflussen und die Gezeiten, und denen wir uns nicht entziehen können. Sie haben zur Zeit deiner Geburt auf eine ganz bestimmte Weise gewirkt und begleiten dich dein Leben lang, ob du das möchtest oder nicht. Astrologisch lassen sie sich auslesen.

Sie zeigen dir, mit was für einem Kartendeck du auf diese Welt gebracht wurdest. Und das ist keine Identität. Das sind Spielkarten, die du zu deinem Vorteil ausspielen darfst.

Mich hat das damals vom Hocker gehauen. Und zwar nicht, weil ich mich endlich verstanden hätte — sondern weil ich mich zum ersten Mal auch akzeptiert habe.

Das ist der Unterschied zu allen anderen Wegweisern auf dieser Liste. Du siehst es schwarz auf weiß, und du merkst: Du bildest dir das nicht ein. Es steht da. Das bringt einen Frieden mit sich, den man sich selbst schlecht zusprechen kann. Und du fängst an, mit deinen Gaben zu arbeiten, statt sie zu verurteilen oder gar nicht erst zu sehen.

Ohne zu wissen, welche Eigenschaften dich geprägt haben, bevor du überhaupt Erfahrungen sammeln konntest, ist das ungefähr so, als würdest du losfahren und nicht wissen, welches Fahrwerk du unter dir hast. Oder ob überhaupt noch Benzin im Tank ist.

Und wenn du tiefer verstehen willst, warum diese mitgebrachten Anlagen unseren Spielraum stärker bestimmen, als uns lieb ist, dann schau mal in meinen Beitrag „Freier Wille - eine Illusion?“.

Meine Arbeit setzt übrigens genau dort an. Bei dem, was schon da war, bevor du angefangen hast.

Und jetzt der Teil, den ich dir versprochen habe

Ganz am Anfang habe ich geschrieben, dass die eigentliche Kunst nicht das Finden ist, sondern das Draufbleiben.

Denn das kennst du bestimmt: Wir haben diese einzelnen Momente der Klarheit, diese Aha-Momente, in denen alles kurz zusammenpasst. Und dann schaffen wir es nicht, sie zu halten. Wir werden abgelenkt. Die Kinder schreien wieder zu laut, wir haben wieder keine Zeit für uns. Life is happening.

Alles, was ich dir bis hierhin genannt habe, nützt dir nichts, solange es nur im Kopf bleibt. Wenn eine Erkenntnis nur im Kopf sitzt, lässt du fast alles andere in dir außen vor. Und dann bleibt sie auch nicht lange.

Du brauchst die eine Instanz, die du immer bei dir hast. Den Kompass, der dir jederzeit zur Verfügung steht.

Und das ist dein Körper.

Wenn du ihn mit einbeziehst, richtet er sich aus wie eine Kompassnadel. Zuverlässig, treu, immer nach Norden. Und wenn du weißt, wo Norden ist, weißt du auch, wo Süden, Westen und Osten sind. Erst dann kannst du überhaupt navigieren. Wie du diesen Zugang zum Körper zu einer festen Praxis machst, beschreibe ich in „Wie dich die Kunst der Ritualisierung aus dem Dauerstress befreien kann“.

Ohne den Körper wäre es viel zu anstrengend, sich ständig selbst an den eigenen Weg zu erinnern. Aber wenn du wieder im Teamwork mit ihm bist, hast du einen Kameraden an deiner Seite, der das für dich übernimmt. Er weist dich darauf hin, mit seinen Signalen und mit seinen Symptomen, ob du noch auf deinem Weg bist und deiner eigenen Wahrheit folgst.

Genau dieser Schritt vom Kopf in den Körper ist das, worüber ich in „Der #1 Mindset-Shift“ geschrieben habe - dort geht es darum, womit du eigentlich gestartet bist, nicht nur, wo du landen willst.

Das ist der zuverlässigste Weg, um auf Kurs zu bleiben.

Und weil es ohnehin dort anfängt: Wenn du wissen willst, was in dir steckt und was du eigentlich mitgebracht hast, melde dich gern bei mir. Ich biete Readings zu deinem persönlichen Soul Blueprint an und ich sage nur so viel: Mein Leben hat es auf jeden Fall mehr als positiv verändert.

xx Alexandra 🌹

Genau darüber spreche ich auch in einer aktuellen Folge meines Podcasts Written in the Body. Wenn du lieber hörst als liest - du findest ihn überall, wo es Podcasts gibt.
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